Freitag, 27. Februar 2009

Jumping Jeans

Ich liebe schlafen. Vor allem, wenn ich zuvor einige Glaeser schweren Rotweins getrunken habe und mit Leichtigkeit ins Reich der Traeume falle, um fuer mehrere Stunden der routinierten Realitaet zu entfliehen und zu traeumen. Wenn dieses rotweinige Besoffensein so richtig zuschlaegt, beginnt der Kopf immer schwerer zu werden und sich die Welt einige Sekunden verzoegert zu drehen. Ein angenehmes Grinsen breitet sich auf dem seeligen Gesicht aus, man laeuft nun schnell Gefahr, melancholisch zu werden. Wobei Melancholie ja manchmal ganz angenehm ist oder wer gibt sich nicht gerne dem alltaeglichen Weltschmerz hin, dreht die passende Hintergrundmusik richtig auf, laesst sich damit umspielen und in seiner Stimmung unterstuetzen? Ich schon. Gut geht das mit Regina Spektor und vor allem mit Bob Dylan, weil der so schoen in seinen Liedern mitleidet, zum Beispiel bei Just Like A Woman



Dafuer muss es keinen speziellen Grund geben, manchmal ist es einfach so und manchmal ist es auch einfach so, dass Alkohol in Form von Wein die beste unterstuetzende Droge dafuer ist. Der darauffolgende Schlaf ist unbeschreiblich gut und an den Morgen danach denkt man natuerlich nicht. Der Moment ist, was zaehlt. Gerne auch alleine ohne mitleidende Person. Denn manchmal muss man das mit sich, der Musik und der Flasche Wein selbst ausmachen. Das hat nichts mit Alkoholismus oder Abhaengigkeit zu tun (auch wenn die Grenze dazwischen wahrschienlich relativ duenn gespannt ist). Ich rede nur gerne manchmal darueber, was ich manchmal absurdes treibe - vielleicht ist es auch gar nicht absurd. Alkohol als Stellvertreter, als Exempel fuer den Rest der bewusstseinsveraendernden...Moeglichkeiten. Es ist so, es ist einfach so, dass man anders, intensiver und absurder Nachdenken kann, und manchmal hilft das. Man muss seine Grenzen kennen und nicht ueberschreiten. Und jetzt bin ich gerade in Amerika und wir haben australischen Wein.

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