Freitag, 13. Februar 2009

Jack, der kaleine Specht

Heute hatte ich mal einen Morgen ganz nach meinem Geschmack. Erst hat der Wecker um sieben geklingelt (nicht nach meinem Geschmack), weil ich um neun Uhr in der Uni zum Blockseminar antreten sollte, welches bis 17 Uhr angesetzt war. Ich kämpfte mich durch den centimeterhohen Schnee (was zum Teufel ist hier eigentlich los?) und erreichte die Uni gegen kurz nach neun, wo ich Franzi und 20 andere, mir fremde Leute traf. Gegen zehn verließen wir geschlossen das ESA W Gebäude, einen Zettel am Seminarraum hinterlassend: Wenn sie den Zettel noch sehen, schreiben sie uns bitte eine E-Mail, ob wir morgen kommen sollen oder nicht. Ihr Kurs.

Ich heute Morgen auf dem Weg zur Uni:


Unser Dozent hatte uns anscheinend vergessen oder sonst irgendwas ist passiert, denn: Niemand tauchte auf. Das Geschäftszimmer war auch abgeschlossen und so hatten wir keine Wahl, als nach einer Stunde des hoffnungsvollen Wartens wieder zu fahren. Da ich aber, wie immer, noch nicht gefrühstückt hatte, entschieden Franzi und ich uns für ein ausgiebiges Frühstück in der wunderschönen Schanze im Café Park. Dort trank ich lecker Maracuja Saft und aß ein Roggenbrot Sandwich, schaute aus den großen Fenstern und dachte, wie schon so oft: Was für ein Glück habe ich eigentlich, in so einer schönen Stadt zu wohnen? Deswegen auch hier endlich mal ein Post, der schon lange mal fällig war:



Nach dem schönen Frühstück (sollten wir mal öfter machen) bin ich noch zu meinem Lieblingsinder und habe mir einen ziemlich hübschen Ring und einen Schlüsselanhänger gekauft (OK, das ist eher nebensächlich - aber ich berichte ja hier schließlich immer über Nebenäschliches, daher ist es wieder legitimiert). Dann habe ich leider eine traumhafte Lederjacke bei Baretta gesehen! Und sie war runtergesetzt! Ich zog sie an, und sie passte! Nein, verdammt. Aber sie hatte die gleiche Farbe wie die, die ich schon habe und deswegen hängte ich sie weg und meinte, schade, dass es die nicht in schwarz gibt, dann würde ich sie kaufen und die Verkäuferin sagt: Doch doch, die hab ich in schwarz noch im Lager, Moment bitte. Mein Herz. Ich hätte sie kaufen müssen, auch wenn ich gerade das Geld nicht so dicke habe (weil New York), aber sie war zu schön, so schön. Gottseidank oder leider, wie man es nimmt, gab es sie aber nur noch in Größe 34 und ich hätte 36 schon gebraucht. Gut, Geld gespart. Und weil ich gerade so gut gelaunt und heiter war, bin ich bei der Hoheluftbrücke in den Kiosk gegangen und wollte mir die NEON kaufen. Die kostet mittlerweile 3,30 Euro und ist noch höchstens 1,5cm dick! Die spinnen ja wohl, teurer werden und weniger bieten. Sowas muss man boykottieren. Hab ich dann auch gemacht und mir eine ander Zeitschrift geholt. Am Hoheluftbrücken Kiosk stehen ja immer eine Anzahl ziemlich angewrackter Alkoholiker (sind sie definitiv, denn sie trinken immer Bier, schon morgens) und einer ging hinter mir zum Bus und hat zu sich selbst geredet: Scheiße hier, Arschlöcher Arbeitgeber. Hier ihr Arschloch seid ihr, Arbeitgeber, Arschlöcher alle miteinander.

So und jetzt schreibe ich Hausarbeit und trinke heiße Milch mit Hooonich.

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