Montag, 31. August 2009

Rio D'oro

So, heute habe ich es getan. Ich bin rein, habe den Zettel auf den Tisch gelegt, mir eine Viertel Stunde angehört, dass ich nicht gehen soll und bin gegangen:
Nach zehn Monaten beende ich mein Arbeitsverhältnis mit dem Staatsarchiv. Am 30. September wird mein letzter Arbeitstag sein. Dann ist Schluss. Ich blicke zurück auf fast ein Jahr Schreibtischschnuppern, Büroarbeit vom Feinsten. Angefangen habe ich am 7. Januar mit Linni und Erik. Erik ging nach einer Woche. Einige Zeit später kamen Maik und Jan dazu und dann auch Marcus, Mara und Jesse - wobei auch Mara nur gefühlte zwei Wochen blieb, sich nie blicken ließ und letztendlich im Streit kündigte. Letztendlich kamen noch Alex, Carina und Kai dazu und nachdem Linni nun gekündigt hat, bin ich die zweite und letzte, die das
Ursprungsboot verlässt. Retrokonversion hat eigentlich immer Spaß gemacht. Nicht nur die Bestandsverzeichnisse, die ich digitalisieren, sprich abtippen musste, waren teilweise spannend und witzig, auch mit allen Arbeitskollegen habe ich ein sehr gutes Verhältnis gepflegt - nicht zuletzt, weil ich mit der Hälfte der Leute auch zur Uni gehe.
Beziehungstipps wurden ausgetauscht, Sexlügen entlarvt, psychologische Hilfe geleistet und über derbe Witze gelacht. Ach, ich fühle mich wie bei einer staubigen Jubilarrede...
... nun ja, aber nach zehn Monaten ist auch mal gut, ich habe keinen fucking Bock mehr auf das staubige Büro. Unglaubliche eine Stunde Fahrzeiten - ob unter oder über Alster drüber. Jacke wie Hose. Bus wie Fahrrad. Wobei ich sagen muss, dass ich mittlerweile den ultimativ kürzesten Weg mit dem Fahrrad gefunden habe. 9,2 km und zack, ist man da! Hier der ultimativ kürzeste Weg, entdeckt von mir in schier unendlich verfahrenen Irrfahrten mit dem Rad:
Natürlich werde ich es wohl bereuen, wenn Weihnachten vor der Tür steht und ich meinen letzten Heller für Geschenke ausgeben muss, ich werde die Entscheidung verfluchen. Aber irgendwie ging ich heute glücklich beim Chef aus dem Büro. Irgendwie befreit und mit dem Gedanken: Im Oktober musst du nicht extra hoch, um nach Wandsbek ins Büro zu fahren: Yes! Und das Gefühl gab mir doch Bestätigung, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Zwar haben Jesse, Maik und Marcus, die heute mit mir gearbeitet haben, heftig auf mich eingeredet, dass ich das nicht machen könne und es natürlich von der vernünftigen Seite beleuchtet, dass ich ja immer noch kündigen könne, wenn ich was besseres gefunden habe und solange weitermachen könne und mir ja keinen Ast abbreche, aber es ging nicht um Vernunft, sondern um keine Lust mehr. Aus und fertig. Ich werde schon wieder was finden, bis dahin schraube ich halt meine Bedürfnisse auf die Hälfte des Geldes zurück, wird schon gehen. Und nun, Wein!

Ein Korb voller Rosen, ein zärtlicher Kuss, ein Schlag in die Fresse und hiermit ist Schluss!

Bollocks!

Ich habe gerade meine Kündigung ausgedruckt. Point of No Return.

Dienstag, 25. August 2009

Kurzer White Russian

Gestern und heute Seldas Geburtstag schön im Cairos gefeiert. Guten Flug, meine Liebe. Hab Hamburg vermisst, schön, wieder hier zu sein.

Sonntag, 23. August 2009

Ohne.


















Das ist Magic Maggie.

Freitag, 21. August 2009

Primzahlen Pips und Cotton Eye Henry

Die Zeit verstreicht, meine Güte. Es tut mir Leid. Seit über zweieinhalb Wochen gönne ich mir nun den Luxus von Heimaturlaub, den ich Montag beende - wenn es heißt, auf in den Norden, auf zu Modulabschlussprüfungsufern! Steinige vier Wochen liegen vor mir, in denen ich oft alleine in der Siebenschön verweilen werde, alleine, und voller Panik. Nachts kriege ich irgendwie immer Panik, dass ein Monster in meiner Wohnung ist, ich weiß auch nicht, Scheiße. Gut, kann man nichts machen. Ich werde dagegen ankämpfen und Entspannungstee vorm Insbettgehen schlürfen. Ich werde wohl auch kündigen, wenn ich den neuen Job habe, den ich haben will. Mal sehen, was daraus wird - auch davon erst mehr, wenn es fest steht. Nun ja, was habe ich also Großes die letzten zweieinhalb Wochen unternommen? Vieles, schönes, wichtiges, lustiges. Eins der Ereignisse hier mal in audivisueller Darbietung und fototechnisch wie immer: DER Abend in Braunschweig mit Pia, Thema: Straße rauf, Straße runter. Endstation: dieses kleine Café. Lebherz...
Gegen 16 Uhr machten wir uns von Ilsede auf nach Braunschweich in die Kastanienallee.. eh, glaube ich zumindest. Da wohnt sie. Vorher noch bei Edeka ordentlich Baguette, Eichsfelder Stracke, Käse und Weintrauben gekauft - um dem phänomenalen Billigroséwein von Aldi eine Grundlage zu bieten. Gegen 18 Uhr waren wir bereits dermaßen gut angeheitert, dass wir beschlossen, die Nackte Kanone Teil 1 zu gucken, was wir aber nur 20 Minuten durchhielten: uns drängte es nach Taten = Tatendrang.
Der ursprüngliche Plan war, sich zu betanken und anschließend mit dem Zug nach Hannover zum Maschseefest zu fahren um DEN legendären Abend von damals zu wiederholen. Das Wetter und die Motivation sagte nein und außerdem war es schon so lustig genug, dass wir beschlossen, eine "Kneipentour" durch Braunschweig zu machen. Genug Geld hatten wir abgehoben und so sollte es mit einer Flasche Rosé erstmal zur M und M WG in den Rebenring gehen, die sicherlich gerade schwer am Lernen waren. Von dort aus auf zur "Szene". Als wir so gingen und unseren Durst löschten, viel uns auf, dass Montag war übrigens.
Montags Kneipentour in Braunschweig heißt nicht montags Kneipentour in Hamburg, nein nein. Ersteres ist nämlich nicht möglich und zweiteres sehr wohl. Also erstmal ab zu den Jungs.
Wir überraschten die Jungs komplett, wohl in Schlafanzug. Beziehungsweise Pimmelaufzug. Sie waren löblicherweise am Lernen und wir trafen bereits völlig besoffen auf die beiden. Matheus behalf dem Zustand natürlich noch mit original polnischem Bier, was ich in wenigen Zügen auch noch leerte. So waren innerhalb einer Stunde noch ein Liter Bier getrunken. Und wir randalierten, leider. Sorry an dieser Stelle nochmal Jungs..
Pia verschüttete mit großem Trara ihr Bier im Wohnzimmer, aber Maile war innerhalb von 3 einhalb Sekunden bereits mit Wischeimer zur Hand: Zu spät für mich, denn auch ich habe das Helfersyndrom und wollte einen Lappen holen, konnte mich aber nicht mehr richtig bewegen und rutschte volles Karacho auf der Bierlache aus und viel unter Scheppern und Krachen in den Türrahmen. Es muss schlimm ausgesehen haben, denn ich versteckte mich danach schamerfüllt hinter der Tür, während Führsorge-Maile mich gefühlte 800 Mal fragte, ob ich mich am Kopf verletzt habe. Habe ich aber nicht. Kinder und Besoffene, ne?
Danach war auch langsam Schluss mit lustig und es begann peinlich zu werden, da die Jungs völlig nüchtern waren. Wir konnten sie auch nicht zu einer vermeindlichen Kneipentour bewegen, also Matheus eigentlich schon, aber Maile nicht, deswegen blieb ersterer auch zu Hause. War vielleicht auch besser so, denn
auf dem Rückweg leerten wir unsere zweite Flasche Rosé und der Punkt, wo ich hätte aufhören müssen, war schon überschritten: Point of no Return!
Pia hatte dann noch die glorreiche Idee, in diesem ominösen Café Lebherz zwei Caipi to Go für uns zu arrangieren, die sie auch für einen unschlagbaren Preis bekam. Ich hatte bereits seit 30 Minuten Schluckauf zu dem Zeitpunkt. Zwei Schlücke Caipi und Aus-Die-Maus bei mir. Irgendwie schaffte ich es noch, mich in Pias weiches Bett zu hiefen. Wir lachten noch kurz über die Videos, obwohl ich die schon über Kreuz anguckte.
Naja Ende der Geschichte lasse ich jetzt mal getrost weg, kann man sich ja denken. Nächsten Morgen bin ich jedenfalls nach Bortfeld gefahren, um Maggie mal auszuchecken. Wer Maggie ist, später, Leute, später...

Pia versucht sich an dem Ding und scheitert. Ich versuchte mich an dem Teil und scheiterte ebenfalls. Auch mit Matheus Hilfe. Ehem.
Die Sieger-WG aus Braunschweig. Tüchtig, liebenswert und hilfsbereit. Und immer fünf nach elf auf der Uhr.
Wir wären doch ein schönes Paar.

Gut so, Pia, gut so. Die Hände müssen lebendig sein!
Mit offenene wallenden Haaren ohne Extensions. Bei Tageslicht bereits Braunschweigs östliches Ringgebiet unsicher gemacht. So ist das.
Pia folgt dem Ruf der Wildnis.
Nach Die Nackte Kanone noch etwas im kleinsten Wohnzimmer der Welt rumstibitzt.
In Braunschweig um 17 Uhr. Tatort Kastanienallee.
Kurz Pias Bein mit Eichsfelder Stracke verwechselt. Die wir übrigens ganz gegessen haben. Einen halben Meter Wurst. Sowas können auch nur richtige, deutsche Mädchen.
Ich versuche Marylin. Grandios gescheitert.
Pia is getting ready for Kneipentour.
Was haben wir denn da?
Der kleine vier Euro Spaßlabello...
Das letzte Bild von mir an dem Abend.
Ja, so war das....

Dienstag, 4. August 2009

MannaManna

Am 31. Juli stand sie an: die von langer Hand akribisch geplante Überraschungsparty für Manna! Ich persönlich liebe liebe ja jegliche Art von Überraschungen. Überraschungsbesuche, Überraschungspartys, Überraschungsgeschenke, Überraschungsalles! Wenn sich die Leute dann auch noch freuen, ist doch perfekt. Jedenfalls hatte ich am 31.07. eine Menge zu tun, es galt nämlich, Manna den ganzen Tag von zu Hause wegzuhalten, zu unterhalten und keinen Mucks über die anstehende Festlichkeit zu verlieren.
Geplant war alles, die Gästeliste stand. Es gab Gegrilltes, leckere Salate, eine "fast amerikanische" Torte, kühles Bier und prickelnden Tequila. Achja und Bowle natürlich und Flips. Flips ist ein Must, wenn man besoffen ist. Ansonsten schmecken die nämlich auch gar nicht.
Um 18.30 Uhr lockte ich Manna mit einem scheinheiligen Vorwand (Ich hab so Bock auf Ginger Ale... lass doch mal zu dir fahren, ich habe das neue Parkett ja noch gar nicht gesehen) zu sich nach Hause. Kurz vor ihrer Straße schrie ich Stop! und sie parkte das Auto in der Goethestraße - denkend ich wolle nicht am großen, schwarzen Mösenhund vorbeifahren - sprich nichtsahnend. Den Hauch einer Ahnung erhielt sie dann wohl, als ich ihr 50m vor ihrem eigenen Haus die Augen mit meinem Schal verband.
Überraschung gelang, das arme Kind war völlig perplex, aber bereit, richtig Gas zu geben.
Wir hörten kräftig Musik, betranken uns auf Mannas wohl.
Hier auch ein Bild von der Partymeile.
Meine ersten Sprayer Erfahrungen!

Fotoshoot auf Vater Wellers Bagger - obligatorisch!

Martin versucht sich an einer Zigarette. Hat ihm aber wohl nicht geschmeckt. Trotzdem cooles Foto!
Vier Fünftel der Weller Bagage, Haupt der Familie gab ein Konzert - ganz in weiß - sexy!
Beim Entploppen des Rotkäppchens!
Auch Gäste von weither (Braunschweich) schafften es nach Lafferde. Traumhaft. Und den Syphillis Penis habe ich übrigens als Hintergrund wieder gelöscht - zu eklig.

Ah, da ist ja der tolle Fantakuchen!
So ist es! Scheiß Süddeutschland :p

Ein durch und durch gelungener Abend, von dem wir sicher noch lange sprechen werden. Gelungene Überraschung, Party und Stimmung. Betrunken waren wir, gespeist haben wir königlich. Und morgen geht es schon wieder nach Hause!