Freitag, 23. Januar 2009

Metusalim

Also, ich hoffe, ich habe es hinreichend unkenntlich gemacht. Im Prinzip möchte ich euch ja nur zeigen, wie meine Arbeit so aussieht. Es ist jetzt kurz vor Mitternacht, mein Nacken schmerzt wirklich qualvoll und ich bin mit dem beschissenen Riehl auch noch nicht fertig. Da ich aber das Geschwäbele meines Dozenten nicht mehr ertragen mag, gehe ich jetzt ins Bett und träume von fernen Ländern.  Auf dem ersten Bild sieht man das Programm, mit dem ich die Verzeichnisse digitalisiere.


Oh, was haben wir denn da? Einen kaleinen Fuchs.


Meine Aussicht aus meinem Fenster: den ganzen Tag hat an jenem Arbeitstag die Sonne wunderbar geschienen, ich hatte das Fenster offen, die Möwen kreischten und es erheiterte mein Gemüt durchaus - gerade weil ich vielleicht auch laut Donavon Frankenreiter den ganzen Tag hörte. Doch dann zogen, wie fast immer von einer auf die andere Sekunde in Hamburg, dunkle Wolken auf und verhießen nichts Gutes...


Ah ja, mein beschauliches und feines Büro, in welchem ich meistens alleine arbeite oder ab und an auch auf Linni oder Eric treffe - dies ist deshalb so selten, da wir uns die zehn Arbeitsstunden pro Woche frei zwischen Montag und Freitag einteilen können. 

Alles in allem ist es eine gute Arbeit. Man geht nicht kaputt, macht etwas sinnvolles, strengt sein Hirn an, lernt im besten Falle noch etwas geschichtliches (zum Beispiel neulich über die Schlacht bei Eckernförde 1849). Ich komme nicht, wie die ganzen Kellner und Barkeeper bei uns, morgens um fünf völlig im Arsch nach Hause und bin bei der Vorlesung nicht aufnahmefähig. Ich darf sogar Musik hören (was ich auch exsessiv tue) und die Aussicht ist nicht so schlecht, wenn dann mal die Sonne scheint. Einziges Manko ist der Weg von einer Stunde (vor allem morgens aus den Federn zu kommen, fällt mir als Morgenmuffel relativ super extrem schwer), aber die Heimreise gestaltet sich immer angenehm. Unverholen Leute in der U-Bahn zu beobachten und wunderbarer Musik genau zu lauschen. Außerdem verdiene ich gut und kann damit in meine zweite Heimat reisen und im Sommer nach Amsterdam und vielleicht nach Spanien bald und und und...

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