So so, ihr wollt also an den Strand von Barbados? Interessant. Noch interessanter finde ich, dass viele auch Fjord in Norwegen angegeben haben. Ist ja eigentlich nicht das, was man als Traumreiseziel normalerweise angeben wuerde oder? Entspricht mehr so Papas Idealen. Aber vielleicht haben das ja auch alle Vaeter angegeben? Ich war jedenfalls auch einer der Strand-von-Barbados-Menschen.
Uebrigens glaube ich, falls es da draussen einen Gott gibt, dass er mich liebt. Meine Freundin Anja wohnt zur Zeit eine halbe Stunde von mir entfernt. Lebanon heisst der Ort. Bei einer Familie, die sie so kacke behandelt, dass es schon fast wieder amuesant ist. Beispielsweise arbeitet ihr Gastvater von zu Hause aus und redet einfach nicht mit ihr. Kein Hallo, kein Tschuess. Ignoranz. Bisschen kindisch in dem Alter... er spricht sie nur an, wenn sie seiner Ansicht nach etwas falsch gemacht hat oder wenn es um die Kinder geht. Des Weiteren hat sie zwei Din A4 Seiten voll Regeln. Unter Anderem: Sollten die USA von Terroristen angegriffen werden, muss Anja das Land verlassen. Sie darf waehrend ihrer Arbeitszeit ihr Zimmer nicht betreten und das Handy nicht benutzen. Sie darf keine privaten Sachen erledigen. Sie darf kein Glas auf Holzoberflaechen abstellen (das Haus ist aus Holz). Ausserdem hat die Familie einen Hund, der im Zimmer eingesperrt ist den ganzen Tag, damit er nicht bellt und eine Katze, die das Badezimmer noch nie verlassen hat.
Es leuchtet also ein, dass die gute die Familie wechseln moechte. Das macht sie jetzt auch und ihr groesster Wunsch war, hier in der Naehe zu bleiben und moeglichst naeher an mich heranzuziehen, damit wir oefter was unternehmen koennen spontan. Heute hat sich dann ihr Regionalmanager gemeldet, um ihr mitzuteilen, dass sie ein Match in Metuchen gefunden hat. Geht es besser? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in einem Land von 301 mio Einwohnern zu einer 5 koepfigen Familie in den Ort seiner Freundin kommt? Es gibt einen Gott. Danke.
Mein Bericht heute beinhaltet nichts sinnvolles oder intellektuelles, ich schreibe lediglich, um die schicken Fotos von mir nicht am oberen Rand des Blogs stehen zu haben... :D
Meine liebe Mutter hat mir einen Tag spaeter geschrieben: Du siehst gut aus. War das jetzt Ironie, Mama?
Ich liege also gerade auf einem unserer vier Sofas, hoere Hootie and the Blowfish und habe mich so eben mal wieder zum 400sten Mal erschrocken, weil Sidney, unsere behinderte Katze, sich angeschlichen hat. Ich weiss nicht, was mit dieser Katze bei der Foetenentwicklung falsch gelaufen ist, aber sie denkt eindeutig, sie waere ein Polizeihund. Und das habe ich meiner Gastmutter neulich erzaehlt, und sie meinte auch, dass sie schon oft gedacht hat, dass SIddy einen an der Waffel hat und denkt, er (Kater) sei ein Hund. Er schleicht sich immer lautlos an und beobachtet einen dann 10 bis 20 Minuten ohne sich zu bewegen ganz starr. Dann schleicht er sich die Treppe runter und guckt nach rechts und links, als sei er auf geheimer Mission. Ausserdem ist er aeusserst schreckhaft, wenn er sich dann mal erschreckt (was sehr oft vorkommt), dann versucht er, wegzulaufen, rutscht aber dabei auf den glatten Dielen aus. Nicht gerade ein katzenmaessiger Abgang. Wenn er auf dem Tisch liegt, was er nicht darf, und aufgescheucht wird, springt er nicht elegant vom Tisch, sondern faellt runter und liegt da erstmal ein paar Sekunden benommen. Komplett bescheuert, das Tier. Aber ich mag ihn trotzdem, er erinnert mich irgendwie an mich (obwohl ich mich nicht als Hund bezeichnen wuerde, dass waere ja fast Sarkasmus).
Das war es auch schon fuer jetzt. Ganz viel Liebe in die Heimat.
PS.: Ich hoerte so eben eindeutige Kotzgeraeusche von Sidney, kann aber das Ausgekotzte nicht orten. Ich hoffe, meine Augen finden es, bevor meine Fuesse reinlatschen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen