Montag, 30. Juni 2008

Horton hört ein Hu

Wenn man die Augen schliesst und sich vorstellt, das EM Finale in einer spanischen Bar im East Village in Manhattan zu gucken, weiss man, dass Larissa, Anja und ich am Sonntag Nachmittag keinen Spass hatten. Vor allem, weil wir vorher aus einer deutschen Bar rausgeschmissen wurde, weil wir Kirschen gegessen haben und die behinderte Kellnerin zu uns meinte: Das ist hier kein Kindergarten, ihr muesst den Tisch fuer Leute frei machen, die auch alt genug fuer Bier sind. Schade, dass ich keine Schusswaffe bei mir hatte. Bitch.

Freitag:
3.45 Uhr. Mein Handy begann zu vibrieren, ich schlug meine Augen auf und schaltete den Wecker aus, sprang auf und klatschte in die Haende. Ich war auch frueher eines dieser Kinder, das die Nacht vor ihrem Geburtstag gegen die Wand gestarrt und vor lauter Vorfreude leise und heimlich "Happy Birthday to me" gesungen haben. Von Larissa nur ein leises Stoehnen und ein kurzes Rascheln der super duper gemuetlichen Bettdecke. Ich kann schon verstehen, dass man sich von dem Bett nicht trennen moechte, aber wir fliegen nach Kalifornien - hallo? Jedenfalls bin ich froehlich in die Dusche gesprungen und irgendwann kam dann auch Larissa reingeschluerft. Kurz am Sack gekratzt und einen feuchten Furz abgelassen. Nein, Spass.

Um kurz vor fuenf waren wir fertig und riefen an der Rezeption an, damit sie einen Shuttlebus fuer uns bereit stellten, was sie auch umgehend taten. Noch schnell unseren heissen Tee geschluerft und schon ging die Fahrt zum Flughafen los. Dem Fahrer Trinkgeld gegeben und Fruehstueck gekauft. Ich hab natuerlich English Muffin mit Pork Roll genommen - typisches Jersey Fruehstueck. Sieht eklig aus, schmeckt aber gut. Unser Flugzeug hieb puenktlich um 7.10 Uhr ab und wir versuchten ein bisschen zu schlafen. Hat natuerlich, jedenfalls bei mir, nicht geklappt und so schaute ich die ganze Zeit aus dem Fenster. Was ueberaus interessant gewesen ist, weil Landflug. Wir flogen ueber die Rocky Mountains, den tiefsten Midwest und die Sierra Nevada.








Nach ein bisschen mehr als sechs Stunden, zwei schlechten Filmen (Horton hears a Who/Fool's Gold) und keinem Essen, landeten wir im gluehend heissen San Franciso. Dort hatten wir nur eine Stunde Aufenthalt, assen also nur schnell einen Happen und sprangen ins naechste kleine Maschinchen Richtung Santa Barbara. Der Flug dauerte nur rund 50 Minuten und dann waren wir endlich da. So ein suesser Flughafen, also wirklich. Wie Uhlenhorst nur mit Palmen und schoener. Wir nahmen uns ein Taxi und gaben ihm die Adresse unseres Hostels. Nach einer guten Viertelstunde standen wir endlich vor dem Hostel und wurden erstmal wieder rausgeschmissen, weil sie erst in 15 Minuten wieder aufschliessen wuerden. Etwas erbost stapften wir entruestet zum Strand (zwei Blocks) und wurden sofort entschaedigt. Wozu aufregen? Wir waren ja im Urlaub. Zurueck im Hostel gab es erneut Grund zum Aufregen, weil wir einfach 60 Dollars mehr als vereinbart zahlen mussten aufgrund von Steuern und irgendwelchen ominoesen 30 Dollars extra, wo keiner wusste, wo sie herkamen. Das Zimmer war... naja, wir waren in einem 12 Zimmer Female Dorm. So sah es auch aus. Im Zimmer trafen wir dann direkt auf zwei Londoner "verrueckte Huehner", die sieben Wochen in den USA rumreisten und nur feiern gingen und den Tag ueber schliefen. Fae und Charly. Beide so um die 100 Kilo, gepierct, tattooewiert und vom Stil her wuerde ich mal auf Takko meets KiK - der Textil Diskont tippen.



Unser Nachtschrank.

Nachdem wir unsere Betten, die mit dreckigen Plastikschonern ueberzogen waren, bezogen, ging es sofort zum Strand und danach auf die State Street, die Hauptstrasse Santa Barbaras. Um neun Uhr fielen wir totmuede ins Bett.

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