Geweckt wurde ich mitten in der Nacht von laut groehlenden Maedchen, grossen Maedchen und einem Rums. Sie, Charly, war gegen das Bett gefallen und lachend reingefallen. Ich hoerte ein paar Leute reden. Aber ich war muede und ausserdem halb blind - ich machte mir nicht einmal die Muehe, die Augen aufzumachen. Also schlief ich weiter. Ich versuchte es zumindest, denn ich sag euch: Charly? Alter Schwede, nur euren Opa habt ihr so schon einmal schlimmer schnarchen gehoert! Meine Fresse! Ich kannte die Person gerade mal zwei Stunden und wollte ihr schon die Visage polieren. Wenn ich um meinen Schlaf gebracht werde, ist das naemlich schwierig und Charly schnarcht dieses sich immer fortfuehrende, langsam aufbrausende, fast zum Ersticken weil Zunge verschluckende Schnarchen, was mitunter bis zu 360 Dezibel erreichen kann. Morgens dann der unausgeschlafene, zweite Schock. Als ich aufwachte und meinte Brille im Halbschlaf aufsetzte, lag mir ein ziemlich gutaussehender (warum das gutaussehend relevant ist, kommt spaeter) blonder Schoenling schlafend im Hochbett gegenueber. Nur noch Unterhoeschen an. Na nu? Da hat doch nicht ernsthaft die eklige Charly, die mit dem Kinn -und Zungenpiercing und Fuss -und Amerikaflaggetattoo Londoner Lebefrau ernsthaft einen annehmbaren Kerl aufgerissen? Meine heile Welt der Aufreisshierarchie drohte zu zerbrechen. Ich waelzte mich vom Bett (es gab keine Leiter) und trat halb auf Larissa, die mit einem Stoehnen erwachte. Noch halb verschlafen fluesterte sie mir zu: Alter Lisa? Dieses Schnarchen, ich schwoere, ich haette fast einen Mord begangen. Und hast du die Knutscherei mitbekommen? Ich so: Die Knutscherei man? Soll ich koten oder was? Ploetzlich ein Rascheln hinter uns, wir drehten uns um und schauten auf das zweite Hochbett. Ein Maennerpo in enger Unterwaesche knackte uns knackig entgehen. Auch sehr attraktiv. Das war doch nicht zu glauben! Wir schmissen uns fast aus dem Hochbett so mussten wir ueber die Absurditaet dieser Szene lachen. Schade, dass wir kein Foto von unseren Londoner Hotties gemacht haben - ihr haettet unsere Unglaeubigkeit verstanden.
Der Tag brach also abrupt an und so standen wir auch gleich auf und beschlossen, uns Beach Bikes zu leihen und Santa Barbara und Umgebung auf Raedern zu erschliessen - hey, Larissa und ich waren beide seit unglaublichen 11 Monaten kein Fahrrad mehr gefahren - wie habe ich es vermisst. Fahrrad fahren ist so cool, liebe Leute! Also auf zur State Street und diese schicken blauen Beach Bikes geliehen! Wir liessen uns noch eine Santa Barbara Karte geben und fuhren einfach am Meer entlang los Richtung weg-von-wo-wir-gekommen-waren. Das Wetter war unglaublich gut und die Palmen und der Strand und die schoenen Haeuser - paradiesisch. Hier ein paar Eindruecke:
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