Nein, dieser Blog ist nicht tot. Auch wenn der Besucherzaehler nun scheinbar ein fuer alle mal den Geist aufgegeben hat und ich seit Tagen nichts mehr von mir hab hoeren lassen, bedeutet das nicht, dass dieser Blog nicht mehr existiert. Dies ist der Beweis! Auch der Besucherzaehler aka OnlineSpiel wird aus Trotz nicht weggemacht. Ich bin eben nostalgisch.
Es tut mir leid, dass ich ewig nicht mehr geschrieben habe. Einfach aufgehoert mit dem Kalifornienreport - wobei es gerade spannend wurde, aber was da so passiert ist, ist teilweise so skandaloes, dass ich es leider auspiepen muss. Also hier nur ein kleiner Rundumschlag mit vielen Pieps. Nachdem wir uns Freitag Nachmittag, nach der schoenen Fahrradtour, piep ohne an den Strand legten, dauerte es vielleicht eine knappe Stunde, bis uns drei Typen ansprachen und fragten, ob sie sich zu uns legen koennten. Ich hatte mein Outfit kurz vorher wieder vervollstaendigt, doch Larissa lag immer noch piep ohne dort (gottseidank auf dem Bauch). Wir sagten ja und so lernten wir Kurtis-mein-Name-ist-deutsch Strang, Hollywood Hills Jeff und Physiotherapeut-ich-kann-nicht-massieren Sean kennen. Die drei beginnen munter zu plaudern und so waren wir nach wenigen Minuten in interessante und witzige Gespraeche verwickelt. Es wurden natuerlich deutsche und amerikanische Vorurteile runtergeredet und so erfuhren wir zum Beispiel, dass Leute aus Washington (Staat) Kalifornier nicht moegen, weil sie wohl arrogant rueberkommen wuerden. Die Stunden vergingen und Larissa bekam langsam erste Laehmungserscheinungen, aufgrund ihrer unbequemen Haltung, damit sich ihre wohlgeformten piep nicht entbloessten. Es wurde abgemacht, dass wir uns abends in Kurtis Appartment eine Strasse weiter treffen, vorgluehen und danach noch in die angesagte "The Neighborhood" Bar gehen wuerden. Es versprach also ein lustiger Abend mit coolen, neuen Leuten zu werden und so warteten wir, bis die Jungs verschwunden waren und machten uns auch auf den Weg zurueck in unser beschissenes Hostel, um zu duschen und uns fertig zu machen - endlich mal wieder weggehen, wie in guten, alten Jokerzeiten! Yeehaw! Es wurde geschrubbt, geoelt und geschminkt und schon ging es zum abgemachten Treffpunkt. Dort liefen wir fast an unseren Verabredungen vorbei - ist doch ein Unterschied, ob man Menschen in Badehosen und geschniegelt und gegelt auf der Strasse trifft.
Sie brachten uns auf einen dunklen Parkplatz, wo ein riesiger, weisser All-American Truck auf uns wartete. Froehlich stiegen wir mit den Jungs ein und ich aeusserte Bedenken, ob sie uns jetzt in ein dunkles Waldstueck verfrachten wuerden und fiesen piep mit uns machen wuerden, dies wurde aber verneint. Was mir reichte, um unseren neuen Freunden zu vertrauen. Wir fuhren genau eine Minuten und drei Sekunden, denn Kurtis wohnte eine Strasse weiter. Der Grund, wieso sie mit dem Chevy da waren, lag im Laderaum: zwei Traeger Becks, zwei Traeger Bud Light. Die Jungs wussten, womit sie uns koedern konnten! Raffiniert, der Spass konnte beginnen. Das Appartment stellte sich als ein zu Ein-Zimmer-Wohnungen unfunktioniertes Motel heraus und war ganz nett. Die Miete ueberstieg bestimmt trotzdem das, was sich die meisten Leser hier leisten koennen - Santa Barbara ist ein der teuersten Wohngegenden in Kalifornien und das Appartment war direkt am Strand!
Wir setzten uns auf den kleinen Vorhof, redeten ueber Gott und die Welt, exten unsere Biere, und beobachteten, wie die Gespraeche langsam ins niveaulose abrutschten (wie das nun mal manchmal so ist beim Alkoholgenuss). Unsere neuen Freunde lernten deutsche Schimpfwoerter und wir lernten das schlimmste Wort, was man zu einer Frau sagen kann. Cunt. Nennst du deine Freundin cunt, ist es eher aus danach. Kurtis lernte, dass sein Name nicht deutscher Abstammung sei und wir lernten, dass David Hasselhoffs "Du" der Hit auf jeder Party sei. Von uns Deutschen wird uebrigens sehr stark angenommen, dass wir den Schlager verehren und David Hasselhoff unser King ist - also: Don't hassel the Hoff!
Irgendwann meldete sich mein Magen zu Wort und wir wurden auf eine Runde Meatlovers Pizza eingeladen: nur echt mit dem Kaesehalter. Die feuchtfroehliche Runde wurde nach oben verlagert, denn was waere eine amerikanische Party ohne echtes Trinkspiel? Zunaechst stellten wir uns im Kreis um einen Tisch und jeder versuchte nacheinander einen Penny in einen Becher, natuerlich gefuellt mit Alkohol, zu schnipsen. Es gingen zwei Pennys rum und wurde man ueberholt, ohne reingeschnipst zu haben, musste der Becher in einem Zug geleert werden. Da dies jedoch etwas eintoenig war, schmiss the Kurtminator einen mexikanischen piep in den Fernseher und unsere Versuche wurden von lautem piep untermalt. Da dieses Spiel uns nicht weiterbrachte wurden nun per Losverfahren Paare gebildet, welche sich gegenueber voneinander auf den Boden setzen mussten. Kurtis und ich gegen Larissa und Jeff. Sean war raus und ging dann auch (beleidigt) nach Hause. So waren es nur noch vier spasswillige Trunkenbolde. Jeder ein Bier, in der Mitte ein Becher und wieder wurde versucht, einen Penny in den zwischen den Parteien stehenden Becher zu werfen. War dies geschafft, musste der Gegner trinken (wie Flunkyball nur ohne Flunky und ohne Ball).
Irgendwas war alle uns so marschierten wir zur nahe gelegenen Tankstelle, wo Jeff und Larissa irgendwas kauften und Kurtis und ich einem schwarzen, tiefergelegen Auto Beifall klatschten und umjubelten. Denn darin wurde gerade gepiept und wir hatten Plaetze in der ersten Reihe. Das dies voellig absurd war, mitten auf einem beleuchteten Parkplatz, war mir zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr bewusst und ich freute mich einfach nur mit Kurtis ueber die Plaetze in der ersten Reihe. Als Jeff und Larissa wiederkamen, ging es zurueck ins Appartment.
Und an dieser Stelle wird jetzt gaenzlich ausgepiept. Gegen zwei Uhr nachts machten wir uns auf den Rueckweg ins Hostel.
Was fuer ein Abend. Vielleicht sogar Platz zwei der verruecktesten Dinge, die ich je erlebt habe.
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