Mittwoch, 8. August 2007

Ueber Angstschweiss und Jet Lags

New York stinkt. Wirklich. Aber bevor ich das erfahren drufte, noch ein kurzer Bericht zu meinem aufregenden, ersten Langstreckenflug. Whohoo.

Zunaechst flogen wir knapp 50 Minuten von Hannover nach Frankfurt. Man oh man... es war so laut, dass man sich anschreien musste und wir staendig Turbulenzen hatten...es hat durchgehend gewackelt und wir sind, glaube ich, im Kreis geflogen :D Nee, mal im Ernst, war echt beschissen der Flug. Angekommen in Frankifurti, mussten wir auch sofort rueber zu unserem Gate rasen (durch ein Discolounge-Atmospharen-Geloet), Handgepaeck checken lassen (uebrigens der groesste Witz aller Zeiten... man, wieso kaufe ich mir so eine beschissene kack 50 Cent Plastiktuete, wenn sie mich nicht mal fragen, ob ich Fluessigkeit mit mir fuehre? Behindert.).

SO, also hopp hopp rein in den Flieger (der uebrigens riesig war, wie ihr euch vorstellen koennt -fuer mich eine grosse Sache, da ich ja sowas nicht allzu oft mache).

Zu meiner grossen Freude sass neben mir ein arabischer Typ, der mich freundlich, aber doch zurueckhaltend mit seinem gepflegten Aeusseren anlaechelte, ich hatte natuerlich SOFORT Todesangst. Anna-Lena sass leider nicht neben mir und deswegen fragte ich den Mann, ob er nicht tauschen wuerde...er jedoch sagte, er MUESSE am Gang sitzen (Moment Mal, Araber - Gang Araber - Gang!?)...ah eh ih oh uh... Gut, letztendlich schaffte ich es doch, mit meinem uebersrpuehenden Charme, ihn zum Umsetzen zu bewegen und was macht der Kerl!? Er setzt dem ganzen noch die Krone auf, indem er aus dem Handgepaeckfach ein selbstgeschnuertes Paket holt! Jetzt stellt euch bitte das alte Lisageraet vor, wie sie geguckt hat, was sie gedacht hat, was in ihr vorgeht... Naja, jedenfalls hat er keinen Anschlag ausgeuebt, denn ich sitze ja gerade in St. John's und schreibe in meinem Blog. Puh, Glueck gehabt. Der Knaller war jedoch, dass vor mir ein gefuehlt 9348948439805378340 Kilo schwerer Amerikaner mit seiner Familie sass und seinem kleinen, noch Windel tragenden Sohn den ganzen Flug (8 Stunden) COLA AUS DER NUCKELFLASCHE zu trinken gab! Oh man, ich wollte nach Hause.

Diese behinderten Amerikaner! Als Mitternachtssnack gab es dann auch Hot Dog und Pizza und in der St. John's zur Begruessung nochmals Pizza (und zwar so richtig, wie man sie sich wuenscht: Riesig, flach, fluffig, lecki schmecki).

Ja, was gibt es noch zu sagen? Achja, New York stinkt. Als wir aus dem Flughafengebaeude rauskamen, schlugen uns gefuehlte 98439245378948509 Grad Celsius und 958958704685684386268926 Fahrenheit entgegen. Es stank bestialisch nach, keine Ahnung, Kot oder sowas und man hatte das Gefuehl, irgendwo in der Ecke verwest etwas....

Die Bustour zur Schule war dann auch sehr chaotisch, denn der Busfahrer hatte netterweise die Klima auf -934784759 Grad Celsius oder auch -39759437509360386386 Fahrenheit gestellt. Dann wurden wir in St. John's von einer Mitarbeiterin auf Drogen begruesst (es haette auch eine Ferienlagermitarbeiterin sein koennen).

Bla bla bla, schwitz, mampf, bla bla.. Katastrophenzimmer, Klima...blabla... um vier Uhr dann aufgestanden weil wach gewesen.

Alles in allem kann ich von meinem ersten Tag auf Long Island sagen, dass ich jetzt weiss:

..., dass man sich bei jedem pipapo die Haende waschen muss

..., dass Ca-Ca und Pooh-Pooh und Pee-Pee und Peepy die gaengigen Kinderwoerter fuer Kot und Urin sind

..., dass St. John's University eine behinderte Jugendherberge unterstes Berlin-Herr-Becker-Niveau ist

So, es ist fast halb 11, ich bin voellig geraedert von dem Tag, der 0 Zeit fuer Entspannung laesst. Donnerstag geht es nach Manhattan, vier Stunden Stadtfuehrung und danach zwei Stunden shopping...ah eh ih oh uh...

Ich hab leider keine Zeit Mails von euch :* zu beantworten im Moment, weil wir hier ueber 350 Au Pairs sind (so viele wie noch niemals in der ganzen Geschichte von Cultural Care).

Ich melde mich naechste Woche wieder, live aus Metuchen, New Jersey aus dem Miller Haushalt.

Adios, Amigos

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