Das Wasser hat dabei eine unglaublich beruhigende Wirkung. Am Wasser sind Menschen anders. Tiefgründiger, nachdenklicher und einfühlsamer. Das Wasser ist dunkel, tief, geheimnisvoll. Es kann uns an die verwunschensten Orte der Welt bringen, verschlingt uns völlig mit seiner berauschenden Anziehung und dieser Mysteriosität. Gehimnisvolles Blau, denken wir und rücken noch enger zusammen. Das Wasser trägt uns die leicht salzige Seebrise auf die Zunge und das Möwenkreischen lässt uns den Alltag vergessen. Erst lauschten wir Otis Reddings Sitting on the Docks of the Bay, doch jetzt entscheidet sich die Anlage für Regina Spektor. Ihre Stimme spielt mit den Klängen des Klaviers und tänzelt durch das Lied. Ein kurzes Aufflammen und der Zigarettenrauch bahnt sich den Weg in die Lunge. Liberte Toujours. Es ist eine perfekte Harmonie und untermalt den stimmigen Abend gekonnt. Ich trinke noch einen Schluck kaltes Urtyp. Eine Perle bahnt sich den Weg von den Lippen zum Kinn, wird aber genüsslich weg geküsst. Mittlerweile ist der Himmel dunkelrot, die Sonne verschwunden. Doch der Sand ist warm und wir lehnen Kopf an Kopf und genießen es in dieser Stadt zu sein. In Hamburg, direkt an der Elbe, angenehm benebelt und seelig. Es ist Sommerund es wird langsam zu Heimat. Es ist wunderschön.
Und ein alles verändernder Abend auf dem Hamburger Berg. Nicht so sinnig, aber doch genugtuend und reizvoll. Wunderbare Kneipenabende auf dem Kiez sind teils Eifersuchtsfaktoren im provinzialen Leben daheim. Dafür gibt es keine Kekse.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen