Freitag, 28. März 2008

Chappaqua Pizza

Nach dem Schock mit dem Ticket war ich ziemlich am Boden und habe Freitag den Morgen extra nochmal fuer 30 Dollars geknueppelt. Abends sollten wir eigentlich zu Larissa, um dort Carina und Vicky aus Peine, beziehungsweise derzeit Chicago zu treffen und zu feiern, beziehungsweise trinken, da die gute Vicky naemlich im Januar 21 geworden ist - what a blessing! Das habe ich natuerlich sofort abgesagt - hin und zurueck wuerde uns der Spass ja 60 Dollars kosten plus Alkohol und Verpflegung.

Eigentlich ziemlich beschissen, wenn man ueberlegt, dass ich in so einem Moment den verlaesslichen Alkohol am meisten gebraucht haette. Einfach mal die Sorgen wegtrinken.
Deswegen ueberlegten wir hin und her und hin und her und haben uns letztendlich doch auf den Weg nach New York gemacht. Die Idee eines feucht froehlichen Abends war einfach zu verlockend. Anna hat noch zwei Schnaeppchen T-Shirts abgestaubt und dann trafen wir Vicky und Carina an der Grand Central Station. Knapp 50 Minuten spaeter nahm uns Larissa mit ihrem Leichenwagen (Volvo) in Empfang. 

Zu Hause wurde Pizza bestellt und wir sind zu D'Agostino gefahren und haben vier Flaschen Wein gekauft.  Einfach so, Vicky hat den Ausweis vorgezeigt, und zack, hatten wir den Alkohol. So einfach geht das. Total gut. Mit dementsprechender Vorfreude ging es dann wieder in die King Street 790 wo wir die dampfende Pizza freudig in Empfang nahmen und ordentlich Chili Samen drueberschuetteten. Der Wein war schnell alle, wir temporaer (15 Minuten) voll besoffen und danach war es auch schon wieder vorbei. Das Tief danach setzte ein und so setzten wir uns vor den Fernseher und gingen dann bald ins Bett.

Tag zwei des Indianerdorfbesuches verbrachten wir in Downtown Manhattan, wo wir mit den Staten Island Ferry kurz die Statue begutachteten und dann eher planlos durch Greenwich Village trotteten. In der Subway wartend, erzaehlte ich allen die Geschichte, dass Lisa schon oft Ratten in der Subway gesehen hat. Eine Minute spaeter ruft Carina: Da ist eine! Ich fange an zu schreien, kreischen trifft es wohl besser. Von mir angesteckt, stimmen Larissa und die anderen mit ein, nicht wissen, wieso ich so schreie. Ich sehe sie: Sie ist fett, schwarz und laeuft die Schienen lang. Mir krampfte sich der Magen zusammen und ich hatte kurzzeitig Gaensehaut. Wenn es fuer mich etwas ekliges auf der Welt gibt, dann sind es Ratten. Davon kriege ich echt Alptraeume und habe Todesangst -und Ekel. Furchtbar. Ich wurde danach angemacht, dass sie ja dachten, da haenge ne Leiche ueber den Schienen, weil ich so geschrieen habe und es wurde sich ueber mich lustig gemacht. Aber ich fand das gar nicht zum Lachen, wirklich nicht. Nach einem vorzueglichen Mahl bei Subway ging es dann fuer Anna und mich Richtung Penn Station - nach Hause. Das war Annas letzter Tag in Amerika. 



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