Ich liege in meiner roten Hängematte. Sie schaukelt bedächtig vor sich hin, während ich in meinem Buch lese. Wie mit den sanften Bewegungen der Hängematter, versinke ich immer tiefer in die Welt meines Romans. Ein leichter, angenehm kühler Wind durchspielt meine Haare, weht mir eine blonde Strähne vor die Augen. Von Zeit zu Zeit. Barfuß liege ich so da, stundenlang. Die Sonne blinzelt durch die Blätter des großen Laubbaums, der mir Schatten spendet an diesem herrlichen Sommertag. Ich liebe meine Hängematte, ich liebe es, ein Buch zu lesen und ich liebe es, wenn im Hintergrund leise Musik läuft. Denn Musik läuft auch im Hintergrund.
Dort, in meiner Hängematte, mit meinem Buch, der Musik im Hintergrund und der kühlen Apfelschorle neben mir auf dem Rasen, dort vergesse ich mich und die Welt, die mich umgibt. Das sind magische Momente, in meiner Hängematte, wenn ich so tief in das Buch einsteige, dass ich in der Geschichte bin, statt gedanklich meine nächste Zugfahrt oder mein morgiges Weckerklingeln zu visualisieren. Oder mich selbst, denn ich sehe mich nicht, dort in meiner Hängematte. Der Geist ist dankbarerweise einmal ausgeschaltet, erholt sich von den vielen dunklen Gedanken, den vielen Problemen.
Irgendwann werde ich mir eine rote Hängematte kaufen.
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