Montag, 13. September 2010

Heartbeats - Jose Gonzales

Manchmal wünschte ich, ich wäre allein. Allein, allein, ganz allein. Ich würde mich verkriechen, ganz klein machen, meine Knie an meine Brust ziehen, in die hinterste Ecke meines Zimmers. Oder in die hinterste Ecke der Welt, und zwar ganz allein und dann würde ich dort sitzen und schweigen und allein sein und es gäbe keine Probleme, keine Menschen, keinen Druck, keinen Stress. Nur mich und ich wäre alleine. Und irgendwann würde es aufhören und ich würde mich besser fühlen und dann käme ich zurück und der Druck und der Stress und die Probleme und die Leute kämen zurück und dass ich mich ganz allein in der tiefsten Ecke verkrochen und geschwiegen habe, wäre nur ein Fetzen meiner langsam verblassenden Erinnerung und vielleicht würde ich dann ja endlich aufwachen, aufwachen aus meinem Dämmerzustand, den ich Leben und andere Vergeudung nennen und würde anfangen. Ich würde anfangen, mich hinsetzen und an meinen Problemen arbeiten, damit sie keine mehr sind, ich würde mir die Menschen zu Freunden machen und den Stress zu lebendigen Aufgaben, die mich elektrisierend duch das Leben begleiten und ich würde plötzlich Spaß haben und nicht mehr trauern und traurige Musik wäre nicht mehr traurig, sondern einfach nur noch schön

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