Mittwoch, 8. Juli 2009

Du dreckiges Schwein, du!

Um es mal kurz zu fassen: das Konzert war ganz wunderbar und großartig, ja. Eine charismatische Regina enterte um viertel nach neun die Bühne in einem fragwürdigen Outfit und haute in die Tasten des schwarzen Flügels. Begleitet wurde sie mehrheitlich von einer Band bestehend aus Cello, Geige und Schlagzeug, die das Konzert mit The Calculation begannen. Ihre Stimme ist live wirklich gewaltig, sie singt voller Leidenschaft mit geschlossenen Augen und Lieder wie Aprés Moi brachten mir ( vor allem im russischen Teil des Liedes) mächtig Gänsehaut auf die heißen Arme. Die Lieder wunderbar interpretiert und sauber gesungen, verließ sie bereits um viertel nach zehn wieder die Bühne, um fünf Minuten später ihre Zugabe mit Samson zu beginnen. Alleine ohne Band, Lichter waren aus. Nur sie und der Flügel. Es war unglaublich gut. Dann spielte sie noch unter anderem That Time mit einer grünen Gitarre und letztendlich kam die Band doch nochmal und sie rockten einen ziemlich genialen Countrysong zum Schluss..

..leider waren im Grünspan gefühlte 50 Grad (real: 45) und allen Menschen lief die Suppe aus sämtlichen Körperzellen. Alle paar Minuten guckte ich vorsichtig nach hinten, ob Franzi mir schon ohnmächtig geworden ist, aber sie stand noch stramm, allerdings mit halb geschlossenen Augen (sie hat ein Kreislaufproblem). Die armen Kerle, die zwischen den Reihen wohl mehrheitlich als Begleitung ihrer Freundinnen gekommen waren (Zitat Franzi: Echte Männer hören doch sowas nicht, also ich stehe jedenfalls auf niemanden, der Regina Spektor mag), die waren am meisten durchgeschwitzt. Aber so richtig mit Haare nass, Hemd/Shirt nass. Schade, dass das Konzert dann um halb elf zu Ende war, andererseits waren wir auch alle erleichtert endlich aus dieser fiesen Lufthölle rauszukommen.

Die 30 Euro Ticketkosten haben sich vollstens gelohnt. Once in a Lifetime - Konzert.
"it's like forgetting the words to your favorite song."

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