Donnerstag, 11. März 2010

Teil 2

Abgesehen von der immer wiederkehrenden Hausarbeitenschreibescheiße ist mein Leben gerade ziemlich wunderbar. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, alleine zu wohnen und finde es auch gar nicht mehr so schlimm. Ich habe zumindest nachts keine Angst mehr und das ist ein großer Fortschritt für einen Schisser wie mich. Ich genieße gerade zu das Alleinsein. Und wenn die Sonne scheint, umso besser. Und die eine Hausarbeit zumindest hat ja auch was Gutes: Volkskunde macht Spaß und wenn es mit dem Politik Master nicht klappt, finde ich es nicht mehr ganz so abwegig, meinen Master hier in Hamburg in Volkskunde zu machen! Ja, wirklich! Die Stadt ist auch einfach zu schön, um wegzugehen. Ich habe das Gefühl, meine Zeit hier ist noch nicht zu Ende und ich muss hier bleiben irgendwie. Ich denke, dass das so richtig ist und richtig wird. Wie dem auch sei. Schließen sich manche Türen, so öffnen sich andere und das tun sie wirklich. Obwohl ich gerade im mir selbstauferlegten Stress bin, lebe ich gerade sehr bewusst und sehr zukunftsorientiert und endlich, nach so langer Zeit, wie mir scheint, konzentriere ich mich mal auf mich.
Ab August werde ich voraussichtlich bis zum Wintersemester größtenteils in Ilsede sein und meinen Sommer in der Heimat verbringen. Dem sehe ich natürlich mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits freue ich mich auf die alten Freunde und sie für eine lange Zeit wiederzusehen und vor allem den Sommer mit einem Garten und einem Pool zu verbringen und mit dem Fahrrad rumfahren und die Nachbarn kennen einen und der ganze Scheiß. Darauf freu ich mich, aber andererseits werde ich auch so oft es geht nach Hamburg kommen, nicht nur zum Arbeiten, sondern auch um die Sonne hier am Elbstrand mit Freunden und ordentlich gekühltem Bier zu genießen. Die Stadt ist unfassbar großartig im Sommer, ich kann es nur immer wieder betonen. Ich will Fotos schießen, ganz viele und mich weiterentwickeln.

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