Der Abschied in Metuchen war natuerlich ziemlich schwer. Aber so unreal, weil man sich nicht vorstellen kann, diese Leute fuer eine sehr lange Zeit nicht mehr wiederzusehen. Vor allem die Kinder nich. Gegen drei Uhr machten sich dann auch Jon, TJ und ich auf zum Flughafen. Mit meinen zwei Koffern, einem vollgepackten Handgepaeck Stueck und TJs blauem Reisekoffer. Weil fuer ihn stand ja ganz klar fest, dass auch er jetzt nach Deutschland mit mir fliegen wuerde. Nachdem wir meine Koffer eingecheckt und meinen Anschlussflug in Frankfurt umgebucht hatten (ich gehoerte zu den 10% aller Lufthansa Fluege, die annulliert wurden und konnte deshalb nicht um 10 Uhr, sondern erst um halb zwei weiterfliegen), ging es Richtung Sicherheitskontrolle, wo ich mich von TJ und Jon verabschiedet habe. Der kleine Mann war relativ griesgraemig schon seit zwei Wochen und er weigerte sich auch, mich in den Arm zu nehmen und mir einen Abschiedskuss zu geben. Ich wuerde ja auch eh bald wiederkommen und ganz dicht konnte ich ja auch nicht sein, ihn einfach allein zu lassen. Ich bloede Kuh. Nicht zu viel Umarmungen und liebe Worte, ich wollte ja nicht vor TJ anfangen zu weinen. Gewinkt wurde, bis der Arm abfiel und ich sie nicht mehr sehen konnte und dann war ich auch schon bei der Passkontrolle und sie Richtung Parkplatz verschwunden.
Gegen 18 Uhr hob der grosse Flieger ab und ich dachte mir, wieso ich gerade nicht Vorfreude oder Trauer oder irgendeine Gefuehlslage hatte. Da war nicht viel los in meinem Hirn. Ist eine komische Situation, die man wohl nicht beschreiben kann. Ich wartete im Prinzip nur auf die Wirkung meiner Schlaftabletten und auf das Abendbrot. Danach wollte ich dann naemlich fuer die naechsten Stunden wegratzen. Die halben Stunden vergingen, ich starrte auf den Sitz meiner Vordermannes und wir ruckelten so vor uns hin. Angeblich sollte das Essen in einer halben Stunde serviert werden, was auch hoechste Zeit wurde, denn so langsam wurde mir schummerig und ich fuehlte mich ziemlich unbehaglich und sehnte mich nach dem Sheraton Airport Hotel Bett. Gott, wie gut war dieses Bett eigentlich? Fehlte nur der passende Mann, in dessen Arme man einschlafen konnte, dann waere es wirklich die perfekte Nacht gewesen. So gut habe ich noch nie geschlafen. Schwelgende Erinnerung.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen